always on the run, always musing, always individual

Leben

Hand auf’s Herz

Ich mach Schluss.

Wisst ihr das Blog hier ist schon laaaange nicht mehr das, was es mal war. Der Grund weshalb ich vor 3 1/2 Jahren damit begann, ist wie das letzte Sandkorn in einer Sanduhr, das darauf wartet ebenfalls ins Nichts zu fallen. Ich habe mich einfach sehr verändert. Schreiben werde ich auf jeden Fall weiterhin.
Die Texte, die mehr meine Anfangszeit widerspiegeln wahrscheinlich nur noch in Fetzen bei twitter und im Ganzen in meinen Notizbüchern.
Und das, was in letzter Zeit hier sowieso schon dominiert hat, das bekommt seinen eigenen Blog.
Jup, richtig. Ich werde ein bisschen foodbloggen, es zumindest mal versuchen. Vielleicht macht es mich glücklich. Ich schau einfach mal.

Ich weiß momentan nur, dass ich meine Vergangenheit und all meine törichten und nachdenklichen, oder was auch immer es war, Texte nicht mit dem Neuen vermischen will. Zumindest jetzt nicht mehr.

Was den neuen Blog angeht…ich bin gerade am „herumdesignen“ und überlegen, sobald ich fertig bin, berichte ich euch!

Gute Nacht, einen schönen Tag und ein wundertolles Wochenende!

ML

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Ein Flug mit ein paar Turbulenzen

Song of the moment:

Puh, mal ein Wochenende in Göttingen. Aber wider Erwarten ist es natürlich nicht erfreulich, denn ich muss lernen! Lernen, weil ich die letzten Wochen so gut wie gar nichts getan habe und nächsten Freitag ist schon die Chinesisch-Prüfung. Schriftlich und auch mündlich. Ich muss mich wohl zusammenreißen und Versuchen das Optimale aus der verbleibenden Zeit herauszuholen. Iiich will nicht. Dann muss ich auch noch das blöde Take-Home-Exam für British Literature verfassen. Iiiich will nicht. Besonders, weil ich im vergangenen Semester in diesem Seminar einfach nur schlief. Ja, ich schlief.
Jammern bringt ja auch nichts. Leider.
In solchen Momenten macht man einfach gute Musik an und schwelgt ein bisschen in Erinnerungen…

Vor drei Wochen fuhr ich abends nach der Uni mit einer Kommilitonin nach Nürnberg, es war das Wochenende vor Valentinstag, das Wochende vor meinen drei Prüfungen.
Dort habe ich meine Zeit ziemlich gut genutzt. Freitagabend noch ein mehrstündiges Gespräch mit den Mädels gehabt, bei denen ich übernachtete. Es war sehr schön und ausgelassen. Am nächsten morgen ging es zum Einkauf von Zutaten, die ich für das abendliche ‚Festmahl‘ benötigte. Schnell wurden diese dann zu Ducky geschafft, der mich auch mit einem leckeren Frühstück „überraschte“. Nach dem Frühstück durfte ich meine neuen Kopfhörer entgegen nehmen und es wurden vor seinem neuen Setting ein paar Fotos von mir geschossen. Wie immer hatte das sehr viel Spaß gemacht. Da wir jedoch ein wenig unter Zeitdruck standen, konnten wir vieles nicht ausprobieren.

Der Zeitdruck entstand durch meinen engen Terminplan, denn spätmittags musste ich bereits zur Streetdance Academy zu meinem Dancehall-Workshop. Es war sehr cool von der ersten deutschen Dancehall Queen Tipps und Lob zu bekommen. (Ich bin ihr aufgefallen, obwohl ich die erste Zeit in der letzten Reihe stand :D).
Nach dem Workshop ging ich schnell zum Sushi-Restaurant meines Onkels, grüßte die alten Kollegen und versprach Sonntag vor der Abfahrt kurz vorbeizuschauen.
Wieder bei Ducky angekommen wurde das Essen vorbereitet und langsam trudelten die anderen Gäste und auch Hilfe ein. Wer kann schon ganz allein für ca. 12 Vietnamesen vietnamesisch kochen?! Obwohl es auf meinem Plan nicht so viel aussah, war es im Endeffekt doch mehr als genug.
Auf dem Menü standen: Frühlingsrollen, Sommerrollen, Fleischbällchen, Reis-Nudeln, Schweinefleisch mit Karotten und Kohlrabi angebraten, Mini-Banh Baos und als Nachtisch Windbeutel á la ML. Ich hätte das niemals ohne die Hilfe der lieben Ha geschafft. Danke, nochmal.

Zwischendurch bin ich ins Nebenzimmer gehüpft und habe einen guten Freund bei seinem Shooting gestört. Gut, dass ich vom Kochen so fertig aussah. haha

Insgesamt war es ein sehr toller, harmonischer Abend. Und wir alle waren bis oben hin gesättigt.
Am nächsten Morgen wurde ich zu früh von meinem Wecker aus dem Bett gerissen und es folgte sogar ein Weckanruf. Ducky, seine kleine Schwester und ich hatten noch ein ganz kleines Outdoor-Shoot vor uns. Wäre es nicht so kalt gewesen, wäre es bestimmt richtig toll geworden…
Eigentlich wollten wir mich ein bisschen auf den Zug warten lassen und das visuell einfangen, aber wir entschieden uns spontan etwas um.

Nach dem Shoot packte ich schnell meine Sachen und machte mich auf in Richtung Nürnberger Innenstadt, besuchte schnell nochmal das Restaurant und fuhr dann mit der U-Bahn Richtung Hauptbahnhof, wo meine Kommilitonin bereits auf mich wartete.
Im Zug speisten wir gemeinsam, denn ich brachte gebratene Nudeln, Frühlingsrollen und Windbeutel mit.

Dann kommt etliches Gelerne, Montag, Mittwoch, Donnerstag Prüfungen.

Und Donnerstagnachmittag fuhr ich auch direkt nach Hamburg. Es sollten vier Tage und drei Nächte in der Hafenstadt werden. Die erste Partynacht verbrachte ich mit meinen ‚white boys‘ in der „China Lounge“ auf dem Kiez, da lernte ich auch ein paar coole neue Leute kennen. Die zweite Partynacht wurde ich in einen kleinen Ort in der Nähe Hamburgs gefahren. Der Name des Ortes ist mir leider entfallen. Dort feierten wir mit der Dorfjugend und einem sehr schlechten DJ in den Samstagmorgen hinein. Ich verschlief komischerweise nicht den halben Samstag, sondern war bereits gegen späten Vormittag wach und holte mir meine Dosis „Malcolm mittendrin“, aß einigermaßen okay und hatte einen angenehmen Nachmittag in Hamburgs Innenstadt. Samstagabend/nacht ging es ins „Indochine“, welches sich am Hafen befindet. Es wurde ausgelassen gefeiert und auch ausgeschlafen. Ich fuhr erst relativ spät von Hamburg aus nach Göttingen zurück.
Zurück in Göttingen holte mich die Realität ein und berichtete mir von meinen bestandenen Prüfungen. Steine purzelten vom Herzen und es wurde kurz Luft geholt.
Die erste Woche des Chinesisch-Intensivkurses begann. Oh ja.. ich freute mich..unheimlich – nicht.

Zum Glück hatte die liebe Uschi Geburtstag und wir gingen an dem einen Mittwoch aus und feierten in ihren Geburtstag rein. Oh, das war wirklich spaßig. Es gab lecker Chilli con Carne und Taddy hat die Mädels geschminkt, es sah toll aus, und ich glättete hier und da mal ein paar Haarsträhnen.
An dem Abend entstand der schmeichelnde, freundeskreis-interner Begriff „Party-Asiaten“. Wohl wahr, wir rocken jede Party. haha

Da sind wir auch schon am letzten Wochende angekommen. Ich fuhr nach Leipzig, feierte mit meinen Freunden in einem, meiner Meinung nach, der besten Clubs Leipzigs und „la familia“ war fast vollständig vereint. Die Musik war mittelmäßig bis schlecht, was wohl daran liegt, dass sie so überhaupt nicht meinem Geschmack entsprach…
Bevor es aber dahin ging wurde gut gegessen und ein bisschen vorgeglüht und zwar in den vier Wänden meines älteren Bruders. Ein bisschen hatten wir Mädels uns auch „aufgebitched“…

So wie es sich halt gehört.
Am nächsten Tag ging es ab zu Mami und den Schwestern. Gosh, hatte ich sie vermisst. Und ich vermisse sie schon wieder.

Nun eine Woche rum und Göttingen fühlt sich an wie ein Schuhkarton mit Luftlöchern. Zum Glück wird der Deckel nächsten Samstag aufgestoßen, denn da geht es kurz nach Leipzig, dann Sonntag nach Frankfurt/Main und dann in den Flieger nach Vietnam zu Papa.


Keine Vorsätze, keine leeren Versprechungen

…sondern nur Erinnerungen.

Es bietet sich an auf das Jahr zurück zu blicken. Irgendwie schon, ne? – Meine Lieben und so…

Angefangen hat 2010 ja mit einem Umzug in das Frankenlande. Ich habe mehrere handvoll Menschen in mein Herz geschlossen, mit ein paar unter ihnen sehr kreativ gekocht, Fotoshoots gehabt, viel herumgealbert & Alkohol konsumiert. Zwischendurch wurden ein paar Gesellschafts- & Videospiele auf ihren Unterhaltungswert getestet.
[Eigentlich hatte 2010 mit einer Party in Hannover angefangen, aber die entstandenen Pärchen, sind nun nicht mehr zusammen & der so stark gepflegte Kontakt zu allen Beteiligten ist ingesamt gesehen um 50% gesunken. Am Ende zählt dann doch die „Familie“.]
Ende Januar ging es nach Frankfurt/Main, um mit meiner em gai die Sau rauszulassen. Sky Club, just you & me. Keine Kerle, keine Probleme. (:
[Bzw. keine erwähnenswerten Männlichkeiten…]
Die darauffolgenden Monate waren nicht gerade ereignislos. Ich hatte beim Radiopraktikum Spaß & Erfolg. Restaurant von Onkel eröffnete, ich wurde eingestellt. Privat lief es rasant, typisch ML & dann kam mittendrin der Bruch. Die Schwangerschaft meiner Stiefmutter kündigte sich langsam an. Meine Schwestern hatten alle Geburtstag. Dann kam der von meiner em gai. Und man erblickte mich wieder in FFM. Man traf bekannte Gesichter, die aus dem Norden hinunter gereist waren, man betrog, man war skandalös, man schlichtete, man war Opfer von Gerüchten.
Ein paar wenige Wochen später feierte ich meinen eigenen Geburtstag zweimal. Einmal mit den Lieben aus Nürnberg und einmal mit der Familie & der „Familie“ aus Leipzig. [Ich bekam sogar meinen eigenen „Korean-MV-Clip-Moment“!]
Dann kamen die Monate der Veränderung, äußerlich, charakterlich, freundschaftlich. Der Sommer war angebrochen und meine Unibewerbungen rasten durch das WWW, meine Gedanken mit. Nebenbei bzw. hauptsächlich war ich mit dem Bedienen und Abkassieren von teilweise unfreundlichen und teilweise sehr undankbaren Kunden beschäftigt. Zwischendurch wurde alles durch nett gemeinte Anmachversuche und adrenalinreiche Partynächte ausgeglichen. Natürlich wurde auch die Liebe zum Essen und den anderen schönen Dingen des Lebens gepflegt. Unter anderem auch das Treffen einer sehr beneidenswerten, tollen Bloggerin in ihrer Heimatstadt und das dazugehörige gemeinsame speisen in den kulinarischen Tempeln der Landeshauptstadt Bayerns.
„HCB-Party“ in Hannover war gut, man bestaunte meine äußerlichen Veränderungen, ich hatte Spaß mit den Jungs & Mädels, aber schon an diesem Abend fühlte ich mich nicht mehr richtig wohl unter ihnen.
Ab und zu lud ich mich auch selbst auf Partys ein, wie z.B. besuchte ich ein paar kleine Örtchen zwischen Köln und Bonn und war dann Teilnehmerin eines Geburtstages. Sozusagen als Überraschungsgast.
Nicht zu vergessen ist die neu entdeckte Liebe zu Ragga/Dancehall, die vorallem meinen tänzerischen Horizont erweitete und meine Flexibilität erhöhte.
Irgendwann war dann auch schon September und es hieß Abschied nehmen von Nürnberg, ein Monat zurück nach Leipzig, Unisachen vorbereiten und im Oktober ab nach Göttingen.
Sprung: Dezember.
[Zwischendrin die Kraft des Make-Ups wiederentdeckt, neue, liebe Freunde gefunden, ein bisschen für Unruhe gesorgt und natürlich gut ausgesehen. haha.
Ach, und ich wurde von Mama, Stiefpapa und den beiden Kleinen in meiner neuen Zuflucht besucht. Uuuund ich bin zum vierten Mal Schwester geworden. Toll, oder?!]
Vorlesungsfreie Zeit begann und ich freute mich unendlich, denn ich hatte ja viel vor. Daddy kam aus Vietnam, ich war am ersten Weihnachtsfeiertag in FFM – sah ein paar Freunde nach einem Jahr endlich wieder- , die zwei Tage drauf in Nürnberg und dann zurück in Leipzig das jährliche Dinner gegeben, um mit meinen Jungs das Jahr Revue passieren zu lassen und alte Erinnerungen nostalgisch mit viel Spaß wieder aufleben zu lassen. Dieser Abend ist für mich der beste Abend 2010 und das mit Abstand.
Und was wäre mein Jahr, wenn ich nicht auch noch zum Schluss neue, interessante und erwähnenswerte Bekanntschaften gemacht hätte.

Zweitausendundzehn war für mich abwechslungsreich, voll mit neuen Erfahrungen, Freunden und Erkenntnissen, charakterprägend und -last but not least- ein gutes Jahr!

Champagnergläser hoch und auf das neue Jahr und das nächste Jahrzehnt!

Cheers and good night.