Heute Fahrstunde auf der Landstraße: unerlaubterweise für einige Minuten, am Ende der Fahrstunde, 30-40 km/h über der zulässigen Höchstgeschwindigkeitsgrenze gefahren. Und natürlich wurde ich von der allzeit brabbelnden Fahrlehrerin abgebremst, schließlich hatte es ja geregnet und ich bin mit dem Fahrschulauto unterwegs. Abgesehen davon riskierte ich unser Leben und einen Brief aus Flensburg für sie. Der kleine Adrenalinstoß gab mir die Schnelligkeit, wie eine östrogengesteuerte Frau im mittleren Alter, wenn irgendwo ein Schlussverkauf stattfindet, um die zentral gelegenen Drogeriemärkte zu besuchen.
Zweimal Anti-Aging-Creme für die Augen und zwei Schachteln Brillenputztücher. Mein Cousin braucht das für seine Mama und er hat eine Abneigung gegen Drogeriemärkte.
Beim Hinausgehen erblickte ich ein paar Mitarbeiter der Promenanden Hauptbahnhof Leipzigs, welche mit Planen verdeckte Weihnachtsbäume aufstellten. Lebkuchen gibt es übrigens schon seit Wochen zu kaufen.
Jippieh. Vorweihnachtszeit beginnt!
Die Leute brummten, verdrehten die Augen und fassten sich an den vom Regen angefeuchteten Kopf.
Und ich stapfte tapfer durch den Nieselregen nach Hause.
Rein. Raus. Fertig.