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Als ich 13 war…
Ein Auszug aus meinen Gedanken vom 5.November 2009.
Jede einzelne verkantete Ecke meines Zimmers ist erfüllt von Liebe. Aus den Lautsprechern ertönen Liebeslieder, wahre Klassiker, wie z.B. „Soulmate“ von Natasha Bedingfield oder „I was made for loving you“ von Kiss.
Draußen ist es bereits stockfinster, die Heizung ist auf 3 und bei mir riecht es nach Vanille.
Anlässlich dieser wohligen Atmosphäre zum sehr frühen Abend (die Uhr zeigt 18:02) kramte ich meine alte „Gedichtbox“ heraus, weil ich einfach nochmal lesen wollte, was ich so als 12- bis 14-Jährige aufs Papier gebracht hatte.
Leider befinden sich nur etliche wenige Gedichte darin. Ich war eine Gedichtproduktionsmaschine.
Ein paar mehr Gedichte fand ich in einem großen, dicken A4-Notizbuch.
Ich merkte bei meinen alten Aufzeichnungen wie unausgereift meine Gedankengänge waren. Neunzig Prozent meiner Gedichte handeln von der Liebe und allen dazugehörigen Komponenten: Sehnsucht, Träume, Glück, Trauer und nicht zu füllende Leere.
Die Grundgedanken ähneln tatsächlich einigen Popsongs. Natürlich sind meine Formulierungen teilweise nicht so vielschichtig. Komischerweise würde ich trotzdem fast alle Sachen nicht umschreiben. Das wäre genauso merkwürdig, wie Seiten aus meinen Tagebüchern zu reißen.
Als ich 13 war, konnte ich ganz schön gut beschreiben, wie sich etwas anfühlt, was nur in meiner Vorstellung existierte, obwohl oder gerade weil ich bis dato noch nicht mal einen Freund hatte.
Heute, als 18-Jährige, schon ein paar Verflossene an den Kerben meiner Seele nachzuzählen und immer noch liebesfremd, höre ich nicht auf das Optimale/Normale zu beschreiben.
Liebesgedichte verlassen diese Feder aber schon lange nicht mehr.
Add comment Dezember 1, 2009
Liebe,… da fällt sie hin.
Herzallerliebster anh PH,
verprochen war zwar ein Gedicht, aber ohne Inspiration kommt bei mir leider keine Lyrik zu stande. Mir fehlt momentan der gewisse Sinn für großräumigen Kitsch…
Regentropfen pochten regelmäßig, wie mein Herzschlag, an diesem (fast) unvergesslichen Tag, als ich deine Stimme zum ersten Mal vernahm. Seitdem standest du mir, stets aus der Ferne, zur Seite. Jede Welle meiner Langeweile, unaufhaltsamen guten Laune, sinnfreien Wutes und melancholischen Trauer hast du durchgestanden.
Du weißt, wie launisch ich sein kann.
Allein du weißt, wie abrupt ich das Thema während eines Gespräches ändern kann und wie viel ich vor mich hin plappere, obwohl ich verdammt müde bin.
Du beschwerst dich nie, wenn ich wieder einmal meine voreiligen Schlüsse über gewisse Personen ziehe.
Du bist oftmals der Ruhepol meiner gedankenversunkenen Hektik.
Du bist der Kuschelbär, der den besten jüngeren „anh yeu“ verkörpert, den ich mir wünschen kann.
Platonisch liebe ich tatsächlich Menschen, die mir intellektuell unterlegen sind. Bemerkenswert, dass die anderen Qualitäten diese aufwiegen.
1 comment Oktober 23, 2009
Würdest du mitkommen, wenn ich jetzt geh’?
Was wird aus den Päärchen, die seit Jahren zusammen sind und dann der eine von beiden plötzlich wegziehen muss?
Sei es aufgrund der Berufssituation der Eltern, des Studium oder dem Fernweh…
Entscheidet sich der andere dann mitzukommen?
Oder muss sich der Flüchtige für das Zuhausebleiben entscheiden?
Wird aus einer „ganz normalen“ Beziehung, dann plötzlich eine Fernbeziehung?
Treffen sich Wege wieder, auch wenn sie sich bereits getrennt haben?
Führen wirklich viele Wege nach Athen/Rom/Leipzig?!
Ist die Liebe ein so starkes Band, dass es alle Wege, Flüsse, Berge überbrücken kann?
We’ll see…
Add comment Juni 5, 2009
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