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Dresden, Berlin, Trinh!

Freitagnachmittag fuhr ich, oder mehr mein Stiefvater, denn Führerschein hab ich ja noch nicht, mit unserem bescheidenen 7er BMW vor. Kurz vorbei am Goldenen Reiter, da wohnt Trinh, in der sächsischen Landeshauptstadt. Ein bisschen angeschlagen, bezüglich meines Wachzustandes, aufgrund des Gespräches, mit dem ECE Center Management in der Altmarkt-Gallerie, welches kurz zuvor beendet wurde, stieg ich mit meinem kleinen blauen Kosmetik-Reise-Köfferchen aus dem Auto. Geklingelt und oben erwartete mich eine leicht hektische Trinh mit nassen Haaren und dem Föhn in der Hand. Ihre Mama ist furchtbar schüchtern und liebenswert, ihre Schwester dagegen hat, auf den ersten Blick, charakterlich unglaubliche Ähnlichkeiten mit meiner eigenen 11-jährigen Schwester. Innerhalb 45 Minuten hat meine geliebte Freundin sich reisebereit gemacht, ihr Geschenk von mir entgegen genommen, ihren enorm großen Koffer (für eine Nacht!!) gepackt und sich eher kaltherzig von der Hälfte ihrer Familie verabschiedet. Wir fuhren gemeinsam zum Neustädter Hauptbahnhof, dort erwarteten uns bereits zwei junge Herrschaften Ende 20 in ihrem weißen VW Golf. Yeah Richtung Berlin. Und ab geht’s!
Wir fuhren nur satte 135 Minuten. Ein Raser. War uns sehr willkommen.
Berlin, Alexanderplatz wurden wir verabschiedet. Trinh und ich hatten beide während der Fahrt geschlafen. Zum Glück haben die uns nicht in einen Wald verschleppt…
Nach einer kurzen Verschnaufpause bei einer unserer ansässigen Freunde, machten wir uns bereit, um die Königinnen der Nacht zu werden. Neun Asiaten liefen quer über den Alex, an der Alexa vorbei, um Sushiessen zu gehen und Karaoke zu singen.
Yen,Trinh, Dung
Als die Uhr 10 schlug wurden wir schlagartig aus dem Singsang der krächzenden Männerstimmen und der wohlklingenden Stimme von Trinh bei „My Heart Will Go On“ geweckt. Bezahlen, Toilette, Anziehen.
Ein wenig gequetscht wurden wir Mädchen mit dem prollenden Mercedes E-Klasse zum „Goya“ gefahren.
Der Club sieht von außen so pompös aus, aber von innen ist er eine vielfache Verkleinerung des, wirklich, pompösen Volskpalastes in Leipzig. Die Party von Temptazn war Bockmist. Die Musik flog wie ein schwarzer Rabe querbeet: Schlager, House, HipHop, Charts und richtig guter Oldschool Hiphop wurde zum Rausschmeißen aufgelegt.
Wir rundeten die Nacht im Club mit einer „Fast-Schlägerei“ ab. So ein Mädchen, welche weitläufig in der asiatischen Szene unter „mailicious“ bekannt ist und nur aufgrund ihrer unbeschreiblichen hinterhältigen Art und aufgrund ihrer abnormalen Hässlichkeit bekannt ist, wollte uns unbedingt provozieren.
Berlinerinnen, Müncherinnen und Leipzigerinnen lassen sowas nicht auf sich sitzen und jagen gern Angst ein.
Leider ergriff sie die Flucht.

Wir fuhren wieder zu unseren ansässigem Freund nach Hause, um zu nächtigen. Nur wir, schaffen es zu 5. auf einem Doppelbett zu schlafen. Der Herr verzog sich ins Wohnzimmer und überließ uns sein Bett. Es wurde bis in die frühen Morgenstunden getratscht und geflucht, alles natürlich flüsternd!
Mittags trennten sich unsere Wege.
Zurück nach Leipzig, liebe Rastlose.

1 comment November 3, 2009

Dieses Mal bezahl ich und nächstes Mal du, okay Schatz?!

Spart euch diesen Satz, meine Herren. – Absolutes No-go!

Natürlich musst du nicht immer bezahlen, „Schatz“. Ich hab nämlich auch Geld. Und wenn du mir immer alles bezahlst, wirst du früher oder später total pleite sein. Soweit kann ich mitdenken, ich bin nämlich ausreichend intelligent, um das zu begreifen.
Aber verfckte Scheiße! War dieser Satz wirklich nötig?
Unter Freunden, Kumpel wäre der Satz vielleicht noch akzeptabel, aber als meinen Freund, den ich eventuell meinen Eltern vorstellen möchte, musst du doch nicht, schon beim zweiten Date, diese Geizhalsmasche auspacken.
Auch wenn, ich weiß, dass die angefangene, noch lange nicht vollendete, Gentleman-Geste, heutzutage, nicht selbstverständlich ist, bitte ich dich manchmal mitzudenken, denn ich will nicht die Einzige in unserer Beziehung sein.

Wisst ihr eigentlich, dass Vietnamesen in dieser Sicht mehr Gentleman sind als Deutsche?
Der Vietnamese umwirbt sie, die Angebetene, nämlich damit. Und für andere ist es eine selbstverständliche, anerzogene Tugend. Etwas reaktionär, aber sehr wirkungsvoll.
Beim, sogenannten, ersten Date sollte man deswegen niemals getrennt zahlen. Macht einen schlechten Eindruck und ist schlecht für’s Ego, sogar in der modernen Zeit.
Daraus kann man schließen, dass Vietnamesinnen teurer sind. (Hier gehe ich davon aus, dass Vietnamesen, Vietnamesinnen daten. Auch, wenn das sehr rassistisch rüberkommt… Ich mein es, aber nicht so :D )
Ausnahmen bestätigen, wie in jedem anderen Fall auch, die Regel.

Schwer, wenn man in einer subkulturellen Zwei-Kulturen-Welt aufwächst. Man weiß nie so Recht, was von welcher Kultur in das eigene Verhalten übernommen werden soll.
Ich möchte meine Wurzeln behalten.

5 comments Oktober 27, 2009

Entdeckung!

Sie ist toll!

Und sie klingt irgendwie noch besser, wenn sie covert…

Add comment Oktober 10, 2009

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